Silvanos Ausschreibung einer Skisafari machte elf Skiclübler und Skiclüblerinnen „gluschtig“. Erwartungsvoll gingen wir die erste Herausforderung in Krummenau an. In Zeitlupe und einigen „Erholungsphasen“ bei kalten Temperaturen ersparte uns der „Wolzenalpexpress“ einige Höhenmeter. Oben angekommen machte uns Silvano auf die Herausforderungen dieser Tour aufmerksam: Eher kritische Lawinensituation, Nebel, anspruchsvolle und recht lange Tour. Um den Ernst zu untermalen wurde leider eine Teilnehmerin wegen nicht funktionierendem LVS von der Tour ausgeschlossen.

Nach einer willkommenen Aufwärmstrecke erreichten wir das erste Ziel die Bremacher Höhe. Hier entledigten wir uns der Felle und genossen eine erste Abfahrt im Pulverschnee zur Elisalp – zum Glück bei bereits etwas besserer Sicht. Sofort nahmen wir den Aufstieg zum Wannenspitz in Angriff. Nach dem Abfellen und einigen Kurven im Pulverschnee bemerkten wir im angrenzenden Wildschutzgebiet über 20 Gämsen, welche bergwärts gegen den Chlispeerrücken aufstiegen. Als auch das letzte Tier ungestresst oben angekommen und die Sicht immer besser wurde, genossen wir die nächsten Schwünge nach Chliwängi. Hier nutzten wir die Zeit in der überdeckten Brücke zum erneuten Montieren der Felle, als auch als Verpflegungszeit.
Die Skitouren-App führte uns nun einem steilen Wanderweg folgend in die Höhe. Um die engen und steilen Kurven zu bewältigen, benötigten wir neben Kraft auch beinahe akrobatische Fähigkeiten.
Ein letztes Mal profitierten wir von Silvanos und Tschömys bestens angelegter Aufstiegsspur und bestaunten den Orientierungssinn unserer beiden Guides. Zusätzlich belohnte uns nun auch Petrus mit Sonnenschein für unsere Leistung. Der unglaubliche Anblick der im Nebel auftauchenden, frisch verschneiten Berglandlandschaft versetzte alle in Begeisterung. Das Erreichen der Oberen Bogmen sowie der Weiteraufstieg Richtung Leiterspitz konnte nun bei Traumbedingungen genossen werden.

Alle schielten beim Verstauen der Felle bereits erwartungsvoll auf die 1000 Höhenmeter kaum berührter Tiefschneehänge bis hinunter in die Linthebene nach Maseltrangen. Unten angekommen, bestiegen wir nach kurzer Zeit den Bus und in Uznach die Bahn. Um einige Erlebnisse erreichten wir Wattwil und tauschten unsere Eindrücke bei einer Abschlusseinkehr aus.
Zu guter Letzt möchte ich mich im Namen aller Teilnehmenden: Kurt R., Jenny, Kurt M., Ruth, Migg, Lehmä, Köbi und Rosy herzlich für die Organisation und Leitung durch Silvano und Tschömy bedanken. Die Bedingungen waren nicht einfach und das zielsichere Vorspuren bei diesen Sicht- und Schneeverhältnissen verdient grosses Lob. Auch die Tipps und Hilfen bei kleineren Zwischenfällen trugen dazu bei, diese Tour als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung zu behalten.

